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Naturheilkundliche Behandlungsprinzipien

 

 

Konventionelle Behandlungsmethoden 

Konventionelle Behandlungsverfahren beeinflussen „von außen“ eine Störung innerhalb des Körpers, um einen Normalzustand wiederherzustellen. Dabei gehen Wirkungen oft mit unerwünschten Effekten einher, weil beispielsweise ein Medikament nicht nur am Zielorgan eine Wirkung erzwingt, sondern auch an weiteren Organen. (Dies führte z. B. zur Suche nach „selektiven“ Pharmaka, Beispiele: β1- oder β2-Selektivität, Antagonisten ohne intrinsische Aktivität, H1-, H2-Selektivität usw.) 

Wenn immer möglich, sollte daher versucht werden, die körpereigenen Regulationsmechanismen einzuschalten und zu stärken, weil sie feiner und „physiologischer“ arbeiten. Gerade bei chronischen Leiden bzw. Symptomen wie dem chronischen Tinnitus ist dieser Zugangsweg oft sinnvoller.

 


Aktivierung der körpereigenen Regulationsmechanismen durch naturheilkundliche Verfahren

Eine Entspannung, beispielsweise der Gefäßmuskulatur, kann gezielt medikamentös herbeigeführt werden (z. B. – je nach Gefäßgebiet – durch Alpha- oder Betarezeptorenblocker); sie ist dann der körpereigenen Steuerung entzogen (z. B. kein adäquater Pulsanstieg mehr unter Betablockern trotz höherer Leistung) und kann damit zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. 

Sie kann jedoch auch im physiologischen Rahmen gebahnt werden, z. B. durch Wärme oder gezieltes An- und Entspannungstraining.
 

Bei Tinnitus, vor allem bei chronischem Ohrgeräusch, ist ein naturheilkundliches Behandlungskonzept sinnvoll, das

 

- Störfaktoren in den empfindlichen neuromuskulären Reflexkreisen im Kopf-Halsbereich

  eliminiert oder abschwächt.
  Beispiele: Beseitigen muskulärer Fehlspannungen in den dem Ohr benachbarten Regionen:
  Nackenmuskulatur, Kiefergelenk

- die Durchblutung im Kopf-Hals-Bereich verbessert

  Beispiele: Phytopharmaka, Kneipp-Hydro-Thermotherapie, Bewegungs- bzw. Ausdauer-

  training, Entspannungstraining

- den Stoffwechsel anregt bzw. entlastet (das Corti-Organ wird nicht selbst durchblutet, son-

  dern durch Perilymphe ernährt. Es ist also nicht direkt am Blutstrom angeschlossen.)

  Beispiele: Ernährungstherapie, Verbesserung der Verdauungs- und Resorptionsfunktionen,

  Beeinflussung des Säure-Basen-Haushaltes der Gewebe

- auch Dysstress generell, u. a. auf psychischem Gebiet, beeinflusst

  Beispiele: „Lebensordnungstherapie“, Psychagogik, körperorientierte Psychotherapie, Psy-

  chosomatik.

 
 

Naturheilkundliches Behandlungskonzept 

Im Folgenden soll ein konkretes Behandlungskonzept vorgestellt werden. Bei akutem Tinnitus kann es zusätzlich zur konventionellen Therapie eingesetzt werden, darf jedoch unter keinen Umständen die notwendige (fachärztliche) Diagnostik verzögern.
 

Wenn die Behandlung des Tinnitus nicht schon durch die Behandlung einer zugrunde liegenden Krankheit festliegt, wird schulmedizinisch vor allem die Durchblutung angeregt, z. B. durch Dextran- oder HES-Infusionen, durchblutungssteigernde Pharmaka wie Pentoxifyllin. Teilweise werden Kortikoide verordnet. Ein eher chronisches Ohrgeräusch kann mit Lidocain-Infusionen behandelt werden; allerdings ist die Wirkung nur von kürzester Dauer. In letzter Zeit erlebt die hyperbare Sauerstofftherapie einen Boom. Sie entwickelte sich aus der Tauchmedizin und steigert auf physikalischem Weg den Sauerstoffpartialdruck im Blut.
 

Alle genannten Verfahren haben insgesamt keinen immer überzeugenden Erfolg, so dass Naturheilverfahren eine Alternative sind. Vorteil ist in der Hand des erfahrenen Naturheilkundigen vor allem auch die individuellere Diagnose der zugrunde liegenden Störung, z. B. durch chirotherapeutische Diagnostik, gründlichere Anamnese zu Fragen der Lebensordnung, Eingehen auf konstitutionelle Faktoren usw.
 

In der chronischen Phase ist die Behandlung von Durchblutungsstörungen oder anderer Störungen im Ohr selbst kaum noch Erfolg versprechend, weil die Störung nun eher in der zentralen Weiterverarbeitung liegt.
 

Zur Sekundärprävention sind komplementärmedizinische Verfahren unverzichtbar. Bei chronischem Tinnitus sind sie ein wichtiger Bestandteil der Therapie, denn chronische Krankheiten sind meistens nicht monokausal verursacht und sprechen daher gut auf eine allgemeine Unterstützung des körpereigenen Arsenals an Regulationsmechanismen an. Sie können parallel zu Verfahren wie Tinnitus-Masking (Überdecken des Tinnitus mit einem Geräuschgerät) oder zur Retraining-Therapie angewendet werden. Das letztere Verfahren findet erst neuerdings Verbreitung. Es versucht gewissermaßen, die zentralen Filter zu beeinflussen, die beim Tinnitus „defekt“ sind. Daneben muss eine eventuelle Schwerhörigkeit behandelt werden (Hörgeräte-Versorgung), denn teilweise wird dadurch das Ohrgeräusch gemindert.

 

Wichtigster Rat für Tinnitus-Patienten

Ein Rat ist für alle Tinnitus-Patienten von zentraler Bedeutung: Der Patient soll die Stille meiden!

Je ruhiger die Umgebung ist, desto unangenehmer wird das Ohrgeräusch, weil es dann dominiert. Damit wird der Circulus vitiosus Stress – vegetative Fehlregulation noch weiter verstärkt

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Keywords: Tinnitus| Ohrgeräusche | Durchblutungsstörungen | Nackenverspannung | Naturheilkundliche Behandlung |

 

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