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Diätetik

 

Eine Voraussetzung der optimalen Funktion des Corti-Organs und der zentralen Hörbahn ist ein adäquater Stoffwechsel der beteiligten Komponenten. Hier setzt – vor allem bei chronischem Tinnitus – die Ernährungstherapie an.

 


Beenden eines Genussmittelabusus

Bei akutem Tinnitus treten die Wirkungen einer Ernährungsumstellung nicht so schnell ein, dass diese Maßnahme vorrangig wäre. Zu empfehlen ist jedoch auf jeden Fall, auf Genussmittelmissbrauch zu verzichten. Nikotin- und Alkoholabusus sollten beendet, der Kaffeekonsum reduziert werden, da Nikotin, Alkohol und Koffein die Vasokonstriktion und –dilatation beeinflussen. Ein abruptes Absetzen bringt jedoch nicht selten die im Verlauf der Jahre entwickelten Kompensationsmechanismen im Gehirn durcheinander (erkennbar z. B. an Kopfschmerzen oder Migräne nach Absetzen von Kaffee), so dass bei akutem Tinnitus-Beginn, vor allem bei ambulanter Behandlung, die Gefäßgifte eher ausgeschlichen als abrupt abgesetzt werden sollten.

 


Steigerung der Ernährungsqualität 

Je länger das akute Ereignis zurückliegt, desto wichtiger wird die Bedeutung der Ernährungsmedizin. Das Konzept der Naturheilkunde steht allerdings der isolierten Substitution von Vitaminen (z. B. Vitamin E), Spurenelementen, Mineralstoffen und anderen Mikronährstoffen (z. B. bestimmte Fettsäuren: MUFS, Aminosäuren usw.) skeptisch gegenüber. Bei nachweislichem Mangel bestimmter Substrate sollte substituiert werden. Die Frage ist aber immer, ob das Substrat, in dem ein bestimmter Nährstoffspiegel gemessen wurde, auch repräsentativ ist. (Paradebeispiel: Der Kalium-Blutspiegel repräsentiert nicht den Gewebe-Kaliumspiegel.)
 

Die „Substitution“ von Mikronährstoffen durch hochwertige Nahrung ist gegenüber der Substitution von einzelnen chemischen Stoffen der Vorzug zu geben, weil auf diese Art auch in einer physiologischen Zusammensetzung Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Stoffe, die als Koenzyme der Vitamine von Bedeutung sind, mit aufgenommen werden. Die Bedeutung z. B. der sekundären Pflanzenstoffe (z. B. Flavanoide und Flavone, Sulfide, Indole, Phenole) für den Stoffwechsel wird erst in jüngerer Zeit zunehmend erkannt. Auch hier wird es ein Irrweg sein, die neu entdeckten Stoffe zu isolieren und in Pillenform zu verabreichen, sind doch die Reaktionsabläufe im Stoffwechsel weitaus komplexer als die im Reagenzglas.

 

Empfehlenswert ist eine vollwertige, individuell auf die Konstitution, das Alter und die Verdauungskraft des Patienten zugeschnittene Kost. Der Übergang von der bisherigen Ernährung auf eine vollwertige Kost sollte nicht zu abrupt erfolgen, da sich das Verdauungssystem, zu dem neben der Enzymausstattung auch die intestinale Mikroflora gehört, an die neue Kost anpassen muss.
 

Berücksichtigt wird nicht nur der Nährstoffgehalt der Nahrung, sondern vorrangig soll auch der Magen-Darm-Trakt in seiner Resorptions- und Verdauungsleistung geschult werden.
 

Ein Weg zur erhöhten Nährstoffzufuhr ist es, nährstoffreichere Nahrungsmittel zu genießen. Ein anderer Weg besteht darin, den Ausnutzungsgrad der angebotenen Nahrung zu erhöhen. Erfahrungsgemäß sind höchstwertige Nahrungsmittel (z. B. Weizenkeime, Linsen, Vollkorngetreide, auch „Rohkost“) schwer verdaulich.
 

Besser halten Patienten oft eine Nahrungsumstellung durch, wenn zunächst die Verdauungsleistung gebessert wird, z. B. durch eine MAYR-Kur.



Fasten 

Ein naturheilkundliches Konzept in der Tinnitus-Behandlung ist das Fasten. Auch dieser Weg sollte erst bei chronischem Tinnitus bzw. zur Sekundärprävention eingeschlagen werden.

 

In das Krankheitsgeschehen greifen im Fasten folgende Faktoren ein:

  • Verminderung der Blutviskosität, damit verbesserte Sauerstoffversorgung
  • Verminderung des Fibrinogenspiegels, damit ebenfalls verbesserte Viskosität, geringere Gefahr intravasaler Gerinnung
  • Ausleitung von Stoffwechselendprodukten, v. a. Säuren, damit verbesserte Stoffwechselsituation im Gewebe, weil alle Enzyme nur in einem engen ph-Wert-Bereich optimal arbeiten
  • Sanierung der Verdauungsorgane, verbesserte Ausnutzung der Nahrung = Erhöhung der Vitamin- und Mineralstoffausbeute (u. a. durch Mayr-Kur)
  • Wiedererlernen des Sättigungsgefühles, damit Verbesserung der Ernährungssituation
  • Ganz besonders bei Tinnitus-Patienten muss während des Fastens auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden, um die zerebrale Durchblutung nicht zu verschlechtern. 

Eine Fastenkur müssen Tinnitus-Patienten streng unter ärztlicher Aufsicht durchführen, am vorteilhaftesten im Rahmen einer stationären Kur, da sich das Fasten auf den Kreislauf negativ auswirken und damit die dem Tinnitus zugrunde liegende Kondition verschlechtern kann.







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Keywords: Tinnitus| Ohrgeräusche | Durchblutungsstörungen | Nackenverspannung | Naturheilkundliche Behandlung |

 

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