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A


Abendessen
Ein reichliches und noch dazu schwer verdauliches Abendessen oder Rohkost am Abend führt nachts zu Zersetzungsvorgängen und Gärungssäuren im Verdauungstrakt. Bemerkbar macht sich das an Schlafstörungen (unruhiges Umherwälzen, mehrfaches Erwachen, Träume) sowie am nächsten Morgen: Man fühlt sich müde und schlapp, benommen und verkatert wie nach einer feuchtfröhlichen Nacht. „Große Abendmahlzeiten füllen die Särge“, so lautet das Sprichwort. Lässt man hingegen das Abendessen weg („Dinner Cancelling“) oder isst allenfalls leicht verdauliches Knäckebrot mit Aufstrich (etwas Butter, Hüttenkäse, Quark) und trinkt Kräutertee (evtl. mit Zitrone und Honig), so wird man nach einem ruhigen und tiefen Schlaf erholt erwachen.

Abhärtung
Unter „Abhärtung“ wird der Weg zu einer optimalen Anpassungsfähigkeit an die äußeren Lebensbedingungen – z. B. wechselnde Temperaturen – verstanden. Abhärtung bezieht sich unter anderem auf den Wärmehaushalt, auf das Immunsystem oder auf die Anfälligkeit gegenüber Stress. Abhärtung in diesem Sinne hat nichts mit Frieren und Frösteln zu tun.

 

Ablagerungen
(„Schlacken“) Gewebebestandteile, Stoffwechselendprodukte (darunter abgestorbene Zellen, Herde, Kalk, Cholesterin, Eiweiße, Reste von Nahrungsbestandteilen, Gifte, Fette, Säuren, Medikamentenreste, Umweltgifte)
 

Abnehmen
Übersäuerung hat in vielen Fällen Übergewicht zur Folge, da bei einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts auch der natürliche Sättigungsinstinkt gestört ist. Überschüssige Energie wird als Fett eingelagert und verstärkt dadurch die saure Stoffwechsellage. Und überschüssige saure, in den Körper eingelagerte Stoffwechselprodukte werden durch Wassereinlagerungen verdünnt und führen dadurch ebenfalls zu einem höheren Gewicht.

Abwehrregulation
Ist die körpereigene Abwehr geschwächt, wie dies durch die zivilisatorische Lebensweise häufig der Fall ist, kann es zu chronischen Krankheitsverläufen kommen. Die Abwehrregulation ist Teil des Heilungsvorgangs – sie gilt es auf natürliche Weise zu unterstützen. Bei langwierigen und chronischen Krankheiten muss die Abwehrregulation erst wieder angeregt werden. Bei den meisten Naturheilverfahren geschieht dies über das Reiz-Reaktions-Prinzip.

Acetylsalicylsäure
arzneilicher Wirkstoff mit verschiedenen Anwendungsbereichen (Schmerz-, Fieber-, Rheumaschmerz, Blutverdünnung - Thromboseprophylaxe). Häufig Magen-Darm-
Schmerzen als Nebenwirkung.

Adaptation (Anpassung)
Unter Adaptation wird die Fähigkeit des Organismus verstanden, auf einzelne Belastungen gesund zu reagieren und sich Herausforderungen sinnvoll anzupassen (natürliche Anpassung an Umweltfaktoren,  Anpassung des Organismus an veränderte Bedingungen, auch Anpassung im Sinne der Gewöhnung). Die verbesserte Anpassung an äußere und innere Reize ist das Ziel naturheilkundlicher Behandlungen.

Adipositas

Als Adipositas (Fettsucht; lat. adeps, ‚fett’) bezeichnet man eine übermäßige Vermehrung des Fettgewebsanteils des Körpers. Dem Körper wird mehr Energie zugeführt, als er verbrauchen kann, und die überschüssige Energie wird an unterschiedlichen Körperstellen in Form von Fett gespeichert.
Übergewicht bezeichnet im Unterschied dazu eine Zunahme der Körpermasse (Muskulatur, Fett, Wasser).

Richtwerte für das Körpergewicht orientieren sich am Bodymass-Index (BMI). 

Bei einem BMI zwischen 25 und 29,9 kg/m 2 spricht man von Übergewicht, bei einem BMI über 30 von Adipositas. Der Normalwert liegt zwischen 20 und 24,9 kg/m 2.

BMI =   Körpergewicht (kg)

            Körperlänge 2 (m 2 ).

Ursache von Adipositas können sein: Störungen im Stoffwechsel, psychische Faktoren, genetische Veranlagung, ein falsches Essverhalten, zu wenig körperliche Bewegung.
Beschwerden bei Adipositas sind vor allem durch kosmetische Auswirkungen und durch die Überbeanspruchung der verschiedenen Organsysteme (kardiovaskuläres und respiratorisches System, Wirbelsäule, Varizen, Ödeme) bedingt.
Adipositas kann zu Folgeerkrankungen wie Hypertonie, Diabetes oder Arteriosklerose führen. 

Adipositas bei Kindern beginnt meist im Säuglingsalter. Wesentlich für das Übergewicht ist u. a. der hohe Kohlenhydratanteil in Säuglingsfertignahrungen.

 

Alkalireserve
Puffersubstanzen (v. a. Bikarbonat) im Blut, die Kohlendioxid – meist in Form von Bikarbonat – binden und damit das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper aufrechterhalten können. Teil des lebenswichtigen körpereigenen Puffersystems, das den pH-Wert des Blutes durch das Binden der anfallenden Säuren und Basen auf einem konstanten Niveau (etwa pH 7,4) hält.

 

Alkaloide
Inhaltsstoffe von Pflanzen. Wirkung vor allem auf das Nervensystem. Wirkstoffe u. a. gegen Nervenschmerzen oder Herzrhythmusstörungen (Vorkommen z. B. in Eisenhut, Tollkirsche)

Alkalose
Störung des Säure-Basen-Haushalts, durch die in Blut und Gewebe ein Anstieg des ph-Werts über 7,45 entsteht. Unterschieden werden eine respiratorische (durch die Atmung bedingte) und eine metabolische (durch den Stoffwechsel bedingte) Alkalose. Eine Alkalose kommt im Gegensatz zur Übersäuerung (Azidose) nur selten vor – z. B. nach unstillbarem Erbrechen oder Durchfällen, durch bestimmte Medikamente wie z. B. Diuretika.
 

Alopezie
Haarlosigkeit durch vermehrten Haarausfall – einzelne Stellen z. B.am Kopf
( „Rundherde“) bis den ganzen Körper betreffend ( totale Alopezie). Ursche unklar, Auslösung auch durch Lebensereignisse.

Altern
Übersäuerung führt zu vorzeitigen Alterungsprozessen. Das Altern wird von zahlreichen Säureforschern auch auf die zunehmende Einlagerung von sauren Stoffwechselendprodukten zurückgeführt, woraus Stoffwechselstörungen resultieren können, da die Gewebe mit immer weniger Nährstoffen versorgt und von Abfallstoffen entsorgt werden können – wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen dagegen ergriffen werden.

Alternative Verfahren, Alternativmedizin
Alternative Verfahren sind „unkonventionelle“, nicht wissenschaftlich anerkannte Verfahren, die klar von den klassischen Naturheilverfahren abgegrenzt sind. Alternative Behandlungsmethoden sind oft durch die exotischeren Denk- und Lehrgebäude charakterisiert. Zur alternativen Medizin zählen u. a. Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Ayurvedische Medizin oder Anthroposophische Medizin.


Anamnese
Krankheitsvorgeschichte. Patientenbefragung (Eigenanamnese) oder Befragung der Angehörigen (Fremdanamnese) entweder im direkten Gespräch oder über Fragebogen.
 

Ankylose
Gelenkversteifung
 

Antikoagulanzien
Gerinnungshemmer
 

Antimykotika
Pilzmittel
 

Atmung
Bei der Atmung wird nicht nur Sauerstoff aufgenommen, sondern auch Kohlendioxid – das gasförmige Endprodukt des Stoffwechsels – sowie andere im Wasserdampf der Atemluft gelöste Abfallstoffe abgegeben. Kohlensäure im Blut wird in Form von CO 2 über die Lunge abgeatmet. Je tiefer die Atmung ist, desto mehr Säure verlässt den Körper – bei großer Anstrengung heißt es also nicht umsonst: Tief durchatmen.

Eine beschleunigte Atmung im Ruhezustand ist Zeichen einer Übersäuerung: Es wird vermehrt Kohlendioxid über die Atemluft abgegeben, wodurch die Übersäuerung vermindert werden soll.

atonisch
erschlafft. Erscheinung, bei dem die Grundspannung (Tonus) der Muskulatur oder eines Gewebes – auch der Psyche eingeschränkt ist oder ganz fehlt.
 

Atrophie
Schwund oder Rückbildung von Geweben und Organen, Muskeln. Ursachen: verminderte Beanspruchung (z. B. der Muskeln bei längerer Ruhigstellung, Bettlägerigkeit, verringerter Durchblutung).

Z. B. atrophiert der vordere vierköpfige Beinmuskel (Quadrizeps) innerhalb weniger Tage bei Nichtbeanspruchung – wichtig deshalb frühzeitige Bewegung, Frühreha, auch durch Isometrische Übungen.
 

Ausleitende Verfahren
Aschner-Methoden, nach dem Wiener Gynäkologen B. Aschner (1886-1960), der ausgehend von der Humoralmedizin (sog. Säftelehre) verschiedene Methoden entwickelte, um pathologische „Säfte“ ab- und auszuleiten. Die moderne Naturheilkunde führt deren Wirkung auf eine Beeinflussung des Lymphsystems zurück, einem wichtigen Pfeiler des Immunsystems.

Aschner-Methoden werden in der modernen Naturheilkunde meist als Zusatztherapie eingesetzt. Die Verfahren werden unterteilt in Purgation (Ableitung über den Magen-Darm-Trakt), diuretische Maßnahmen (Ableitung über die Niere), diaphoretische Maßnahmen (Ableitung über die Haut durch gesteigertes Schwitzen: Perspiration, z. B. Dampfbäder, Sauna), exanthemische Verfahren (hautreizende Verfahren, Beeinflussung des Lymphsystems), blutentziehende Techniken (Aderlass, Blutegelbehandlung, Schröpfen). Von Aschner noch angegeben sind Brechverfahren und Emmenagoge Verfahren.

 

Ausscheidungsorgane
Darm, Lunge, Nieren und Haut können ihre Ausscheidungsfunktionen nur reibungslos erfüllen, wenn sie gesund ist. Sind sie überlastet und erkrankt, leidet darunter der gesamte Organismus. Die Leistungsfähigkeit der Ausscheidungsorgane muss deshalb unterstützt werden.
 

Azidose
Azidose ist eine (meist chronische) Übersäuerung, die durch Störungen im Säure-Basen-Haushalt bedingt ist. Unterschieden werden atmungsbedingte (respiratorische) und stoffwechselbedingte (metabolische) Azidosen, daneben lokale Azidosen (Gewebsazidose).
 

Azidose, latente
Bei einer latenten Azidose ist zwar die Alkalireserve des Blutes und der Gewebe abgesunken, (noch) nicht jedoch der pH-Wert des Blutes.
 

Azidose, lokale
Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist nur in einem Gewebebezirk in den sauren Bereich verschoben, während sich im übrigen Körper der pH-Wert noch im Normbereich bewegt. Ein Sauerstoffmangel im Gewebe führt zur verstärkten Bildung von Stoffwechselabfallprodukten (Säuren, „Schlacken“) und damit zur Entstehung einer örtlichen Stoffwechselübersäuerung. Die lokale Säurekonzentration verursacht mehr oder weniger starke Schmerzen.



B


Bäder, basische
Basische Bäder (mit Natron, basischen Badesalzen) unterstützen die Säureausscheidung über die Haut und führen zu einem ausgeglichenen pH-Wert. Ein warmes Dreiviertelbad besitzt darüber hinaus eine entspannende, vegetativ ausgleichende Wirkung. (Ein Vollbad hingegen ist nicht geeignet, da es den Kreislauf zu stark belastet.) Teilbäder wie Fuß- oder Armbäder (kalt, warm und im Wechsel) belasten den Kreislauf weniger und wirken ebenfalls ausleitend.
 

Badezusätze
Badezusätze mit durchblutungssteigernder Wirkung sind Fichten-, Latschenkiefernadeln;  hautpflegend wirkt Molke, beruhigend Hopfen oder Melisse.


Bandscheibenprolaps
Bandscheibenvorfall: Der Gallertkern (Nucleus pulposus) tritt durch den Faserring (Anulus fibrosus) der Bandscheibe. Früher bestand hier große Operationsfreudigkeit. Derzeit erst Ausschöpfung aller konservativen Verfahren wie Muskelentspannung, schmerzstillende Medikation, nervenabschwellende Maßnahmen, Lagerung im Stufenbett. Bei neurologischen Ausfällen z.B. Blasen – und Darmentleerungsstörungen sofortige Rücksprache beim Arzt erforderlich. Rezidivprophylaxe durch Ausschöpfung aller KNEIPP-Maßnahmen: Bewegung, Krankengymnastik, Phytotherapie, Entspannungsmethoden, Muskel- und Gewebsentsäuerung etc.
 

Basen
alkalisch (basisch; pH > 7; pH-Werte über 9 jedoch wirken ätzend) reagierende Verbindungen, die in wässriger Lösung mit Säuren Salze bilden, wobei Wasser entsteht: Basen sind Gegenspieler der Säuren und können Säuren neutralisieren (puffern). Für alle lebenswichtigen Stoffwechselvorgänge werden Basen benötigt. Basenbildende Elemente sind u. a. die Elektrolyte Kalzium, Kalium, Natrium.
 

Basenbildner
Basisch verstoffwechselt werden im Allgemeinen fast alle Gemüsesorten, Obst, Gewürzkräuter, basische Mineralstoffe (Kalzium, Kalium, Magnesium), basische Heilwässer, basische Kräutertees, Basenbrühe und Basensuppen (Gemüsesuppen), Basenpulver.

Doch auch allgemein als basenbildend eingestufte Nahrungsmittel können sauer verstoffwechselt werden, wenn die Verdauungsorgane überlastet und nicht gesund sind. Besonders gärungsfreudige Kost wie Obst, Kompott oder Fruchtsäfte, verändert ihre Wirkung auf den Organismus, wenn sie schlecht gekaut und in zu großer Menge verzehrt wird. Das Zuviel wird im Darm vergoren und führt dann zur massiven Bildung von Säure. Auch Rohkost ist schwerer verdaulich und führt, besonders wenn es am Abend verzehrt wird, wenn Magen und Darm nur wenig leistungsfähig sind, zu Gärung und weiterer Säurebelastung.
 

Basenbrühe
Durch das schonende Köcheln von Gemüse gehen basische Mineralstoffe in das Kochwasser über. Die Basenbrühe ist ein sehr wirksames Mittel, um den Basenüberschuss in der Nahrung zu erhöhen und Schlacken zu neutralisieren und auszuscheiden.
Für die Basenbrühe wird Gemüse verwendet – geeignet ist vor allem Wurzelgemüse, da es sehr basenreich ist –, das je nach Geschmack beliebig gemischt werden kann.

Rezeptvorschlag:
1 große Kartoffel
1 Karotte
50 g Sellerie
1 Zucchini
50 g Petersilienwurzel
etwas Liebstöckel
1 Spritzer Sahne

Das Gemüse schälen, klein schneiden und in gut 1 Liter Wasser vorsichtig weich kochen. Dann das ausgelaugte Gemüse absieben, die Brühe mit Liebstöckel und einigen Tropfen Sahne verfeinern. Vormittags ca. 250 ml der Basenbrühe trinken.
 

Basenmangel
Basenmangel entsteht durch chronische Säurebelastung. Der Körper versucht den Mangel an basischen Mineralstoffen auszugleichen, indem er auf Kalzium aus den Knochen und Knorpeln zurückgreift. Dies führt langfristig zur Entkalkung und macht sich bemerkbar durch brüchige Knochen, Bandscheibenschäden und Karies.

 

Basenpulver
Basenpräparat zur Substitution von Mineralstoffen und Bicarbonat zur Neutralisierung von Säuren. Basenpulver wird unterstützend immer dann eingesetzt, wenn eine basenbetonte Ernährung nicht ausreicht, einen gestörten Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, nach Ernährungsfehlern (zu viel Essen, zu schnell, zu fett, zu eiweißreich, zu spät), gelegentlichen Festen und sonstigen Ausschweifungen, übermäßigem Kaffee- oder Alkoholgenuss, bei akuten Schmerzen und Stresszuständen, Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit, kurmäßig während Entsäuerungs- und Fastenkuren zur Pufferung und schnelleren Ausleitung von Säuren, zur diätetischen Langzeitbehandlung unter ärztlicher Aufsicht. Basenpulver kann vorbeugend auch Mineral-Mangelzustände verhindern helfen.

Basenreserven
Fehlende Basenreserven führen zu einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts, da überschüssige Säuren nicht mehr neutralisiert (abgepuffert) werden können. Bei jedem Abpuffern überschüssiger Säuren werden die Basendepots ärmer an Basen. Für ein ausgewogenes Säure-Basen-Gleichgewicht müssen die Basendepots deshalb immer aufgefüllt sein. Im Idealfall ersetzt der Organismus seine für die Neutralisation von Säuren verbrauchten Basen mit den durch die Ernährung neu zugeführten Basen, so dass seine Depots konstant bleiben. Es gilt deshalb, auf Dauer ausreichend Pufferkapazitäten zu schaffen, so dass auch ein gelegentlicher Säureüberschuss problemloser verkraftet werden kann.

Basensuppe (Gemüsesuppe)
Basensuppen werden aus verschiedenen, der Jahreszeit entsprechenden Gemüsesorten hergestellt. Sie beinhalten viele vom Körper in dieser Form leicht aufzunehmende basische Mineralien und Spurenelemente. Basensuppen führen während Entsäuerungs- und Entschlackungskuren wichtige basische Substanzen zu und sind auch als Dauerkost empfehlenswert, da sie einen wertvollen Ausgleich zur sonst meist säureüberschüssigen Ernährung bieten.
 

Basische Körperpflege
neutralisiert Säuren auf der Haut, regt die Talgdrüsen bei der Ausscheidung an, entsäuert das Bindegewebe, lindert Muskelschmerzen und reduziert Milchsäure in Muskeln und Gewebe (Basenpulver und –salz). Dosierung: ca. 4 – 5 EL Basensalz auf ein Voll- oder Dreiviertelbad geben, ca. 1. EL auf ein basisches Fußbad; Dauer ca. 30 Minuten. Ein basisches Fußbad ist besonders hilfreich bei Fuß- und Nagelpilzen, Migräne, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.

Bauch
Durch die Folgen der Übersäuerung (erhöhtes Darmvolumen durch Darmermüdung, Lymphstau und Einlagerung von Flüssigkeit) wird der Darm schwerer. Die Bauchmuskeln können nicht ewig dagegenhalten, so dass die Last des Darmes und der umgebenden Gewebe schließlich nach unten sinkt: Der Bauch wölbt sich unterhalb des Nabels nach vorn. Vorwölbungen können aber auch als Folge von Gärungs- und Fäulnisprozessen entstehen: Wenn stark kohlenhydrat- und zuckerhaltige Nahrung nicht zeitgerecht aufgeschlossen werden kann, beginnt sie zu gären, während eiweißhaltige Nahrung der Fäulnis anheim fällt. In beiden Fällen entstehen Gase, die den Darm auftreiben und ins Blut übergehen können. Ein aufgetriebener Darm ist deshalb nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern auch der Ausgangspunkt für viele Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten.
Verdauungsschäden führen zu sichtbaren Veränderungen des Bauchraumes und dadurch bedingt zu Haltungsänderungen (Einnahme von Schonhaltungen), die F. X. Mayr nach den berühmt gewordenen "Bauch- und Haltungsypen" klassifizierte.

Bauchbehandlung
Eine spezielle Darmmassagetechnik nach F. X. Mayr, die sanft die Darmtätigkeit anregt und die Durchblutung und den Lymphabfluss in der Darmwand steigert. Der Bauch wird so mit der Zeit flacher und straffer. Ausgeführt werden darf die Bauchbehandlung nur von speziell dafür ausgebildeten Ärzten. Für den Hausgebrauch gibt es eine weniger intensive Variante.

Bewegung
Viel, aber maßvolle Bewegung an der frischen Luft ohne Leistungszwang vertieft die Atmung, verbessert die Durchblutung der Muskeln und regt darüber hinaus die Darmtätigkeit an, so dass vermehrt Sauerstoff zugeführt und Schlacken abgebaut werden können. Ausgleichend auf das vegetative Nervensystem und damit auch entsäuernd wirkt vor allem ein sanftes Ausdauertraining. Übertreibungen hingegen führen zu Sauerstoffmangel und damit zu einem Anstieg des Milchsäurespiegels.
 

Bindegewebe
Grundtyp des Körpergewebes, bestehend aus Bindegewebszellen und Zwischenzellsubstanz (Interzellularsubstanz). Diese ist aus humoralpathologischer Sicht im Belastungs- und Verschlackungszustand oft die Ursache für chronische Erkrankungen durch einen verzögerten Transport von Nahrungsmitteln in die Zellen und Abtransport von Schlackenstoffen aus den Zellen („Grundregulation des Bindegewebes“ nach Pischinger).
 

Bittersalz
Magnesiumsulfat in Wasser ergibt eine Salzlösung, die der Konzentration der Körperzellen gleicht (isotone). Das so gebundene Wasser spült wie eine Flüssigkeitssäule das Darmrohr ohne die Darmschleimhaut zu reizen. Weitere Effekte sind Gallenausschüttung und Leberentstauung.

9 g Bittersalz werden in 0,25 l Wasser gelöst morgens nüchtern eingenommen; danach etwa 45 Minuten Abstand zur Mahlzeit einhalten.

 

Bitterstoffe
Bitterschmeckende Verbindungen in Pflanzen, die vor allem die Speichel- und Magensaftsekretion verstärken und damit die Verdauung verbessern (Enzian, Wermut)

 

Blut
Blut ist ein Transportorgan für Nähr- und Abfallstoffe und ein wichtiges Puffersystem für den Säure-Basen-Haushalt – erst im Extremfall (z. B. Koma) weicht der Blut-pH-Wert vom Normalwert ab.
Die Fließfähigkeit von Blut wird u. a. durch die Anreicherung von Eiweißkörpern sowie durch eine pH-Wert-Senkung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) beeinträchtigt. Erythrozyten sind extrem beweglich, so dass sie selbst kleinste Haargefäße (Kapillaren) durchdringen können. Bei Säure hingegen werden sie starr – das Blut wird dicker und zähflüssiger, dadurch werden auch die Zellen weniger gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt sowie von Stoffwechselendprodukten entsorgt. Und je mehr Säuren an das Hämoglobin des Blutes gebunden sind, desto weniger Sauerstoff kann es transportieren.


Bobath-Methode
krankengymnastisches Behandlungsverfahren, das zur Behandlung spastischer Lähmungen infolge eines frühkindlichen Hirnschadens (infantile Zerebralparese) sowie zur Verhinderung bzw. Abschwächung von spastischen Lähmungen nach einem Schlaganfall eingesetzt wird.


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