Startseite
Philosophie
Dr. Bachmann
Kurse / Vorträge
Akademie
Behandlungskonzept
Therapien
Asthma
Basenfasten
Darmreinigung
Der gesunde Darm
Detox
Ernährungsmedizin
Fasten
FXMayr
Haut & Neurodermitis
Kind & Familie
Kneipp
Kneippkur
Migräne/Kopfschmerz
Müdigkeit
Pflanzentherapie
Säure-Basen-Haushalt
Schmerz
Stoffwechsel
Stress
Symbioselenkung
Tinnitus
Venen
Klinik
Bücher & Co.
Presse
Fragen & Antworten
Lexikon (A - Z)
Zitate
Gesunde Links
Partner
Anamnesebogen
Kosten
Kontakt

Die Kneippkur - Heilkraft des Wassers


Viele Zivilisationskrankheiten, so genannte funktionelle Störungen wie Rheuma, Venenleiden und andere lassen sich durch Kneipp-Anwendungen heilen. Das Kneipp-Behandlungsprogramm ist sehr umfangreich. Allein die Hydrotherapie (Heilkraft des Wassers) kennt 120 Anwendungen. Die einzelnen Behandlungsmethoden können sehr differenziert eingesetzt werden. Kneipp-Verfahren regulieren Abläufe im Organismus durch natürliche Reize wie warmes und kaltes Wasser, Licht, Luft und Bewegung.

>> Der Weg zur Kur 

>> mehr zu Therapiekosten



Was versteht man eigentlich unter Kneippkur?
Die moderne Physiotherapie nach Kneipp stellt ein klassisches Naturheilverfahren dar.
Sie ist wissenschaftlich durch Fachdisziplinen wie physikalische Therapie, Sportmedizin, Ernährungswissenschaft, Heilpflanzenkunde sowie Psychosomatik fest untermauert und strebt unter vorbeugender und therapeutischer Nutzung der natürlichen Reize wie warmes und kaltes Wasser Licht, Luft, Bewegung usw. eine Regelung der Lebensweise nach natürlichen Gesichtspunkten an.
Sie ist klar abgegrenzt von sogenannten Außenseitermethoden und bietet auf die heutige Zeit umgesetzt ein optimales Therapiekonzept im Sinne hippokratischer Lebensführung ("Diaita"), welches besagt:
"Wer stark gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente."

Die Kneipp-Therapie mit ihren fünf Bereichen Ordnungstherapie, Ernährungstherapie, Hydrotherapie, Bewegungstherapie und Phytotherapie stellt in unserer heutigen symptom- und medikamentenorientierten Medizin ein ausgezeichnetes therapeutisches und präventives Konzept für den gesundheitsbewußten Menschen dar.
Die eigentliche Gegenanzeige der Kneippkur ist die fehlende Mitarbeit des Patienten, und dies meist aus Unwissenheit! Allerdings schwere Krankheitszustände, die einer stationären, klinischen Behandlung bedürfen, sind im akuten Zustand selbstverständlich kein Fall für eine Kur. In der Phase der Wiedergenesung (Rekonvaleszenz) bietet jedoch die Kneippkur alle Möglichkeiten, die Gesundheit wiederzuerlangen und zu stabilisieren. Somit ist je nach Gesundheitszustand die Reizstärke der einzelnen Anwendungen von entscheidender Bedeutung: Angepaßte, gut dosierte und wiederholte Reize stärken, zu große Reize schaden (z. B. Erschöpfung nach zu großer körperlicher und geistiger Anstrengung).
Bei der Verarbeitung der Reize spielt das vegetative Nervensystem eine überragende Rolle. Es soll deshalb auch eingehender besprochen werden. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß über die gut gewählten Reize die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Der Erfolg hängt vom Grad der Schädigung und davon ab, ob die Selbstheilungskräfte des Organismus bereits reduziert oder nicht mehr vorhanden sind. Bei solchen Erkrankungen liegt die Grenze naturheilkundlicher Möglichkeiten. Dies zu erkennen ist die wichtige Aufgabe des Arztes. Hier müssen dann alle Möglichkeiten der modernen Medizin zum Einsatz kommen.

Heilanzeigen für Kneippkuren
Fragen wir zuerst umgekehrt, wann eine Kneippkur nicht geeignet ist, welches sind die Gegenanzeigen? Nicht anzuwenden ist die Kur bei schweren Krankheitszuständen, die einer stationären klinischen Behandlung bedürfen oder sich im akuten Zustand befinden. So sind z. B. schwere Herz-, Nieren- Leber- und Hirnleistungsschwäche, aber auch ansteckende Krankheiten, Tuberkulose, aktive Entzündungen von Leber und Niere, Suchtkrankheiten, schwere Geistes- und Gemütskrankheiten und auch ausgeprägte Überfunktion der Schilddrüse generell Gegenanzeigen für jede Art von Kuren.

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit bietet die Kneippkur allerdings eine ungewöhnlich breite Palette von Heilanzeigen an, bei denen sie sowohl vorbeugend als auch heilend oder zur Nachbehandlung eingesetzt werden kann.

1. Allgemeine Heilanzeigen: Zivilisationskrankheiten, Trainingsmangel, Krankheitsanfälligkeit, Erschöpfungszustände, vorzeitige Alterungserscheinungen, Rekonvaleszenz nach Krankheiten sowie Operationen und Unfällen, vegetative Regulationsstörungen, Psychoneurosen, Migräne.

2. Herz-Kreislauf- und Gefäßkrankheiten: Organische und funktionelle Durchblutungsstörungen von Herz, Hirn und Gliedmaßen, Zustand nach Schrittmacherimplantation, Blutdruckkrankheiten, arterielle Durchblutungsstörungen, Venenleiden bis hin zum venös bedingten Beingeschwür. Die Kneippkur ist gleichermaßen bei zu hohem wie bei niedrigem Blutdruck angezeigt.

3. Stoffwechselstörungen: Fettsucht, Magersucht, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Diabetes.

4. Rheumatische Erkrankungen: Abnutzungserscheinungen von Wirbelsäule und Gelenken und deren reizbedingte Folgen an Muskeln und Nerven, stoffwechselbedingte rheumatische Beschwerden, Weichteilrheumatismus, chronische Polyarthritis im nicht akut entzündeten Stadium.


 Grundsätzliches zur Kneippkur
  • Angepaßte, gut dosierte Reize stärken, zu geringe Reize bringen nichts, zu starke Reize schaden. Denken Sie immer daran: die Kneippkur ist ein gezieltes Aufbautraining für möglichst viele Funktionen Ihres Körpers!
  • Keine kalte Anwendung auf einen kalten Körperteil oder bei Frieren und Frösteln.
  • Sie sollen sich nach jeder Anwendung schnell wohlfühlen.
  • Zwischen den Anwendungen und vor Mahlzeiten und anstrengender Betätigung sind die ärztlich verordneten Abstände strikt einzuhalten (meist zwischen 1 und 2 Stunden).
  • Schwimmen und Sauna sind großflächige ungezielte Anwendungen. Sie können, wenn sie überhaupt in den Kurplan eingebaut sind, wegen der großen Wärmeabgabe des Körpers nur in deutlicher Distanz zu den eigentlichen Kneippanwendungen ausgeführt werden.
  • Wärme ist Heilenergie! Gehen Sie sparsam damit um, Sie dürfen nicht frieren.
  • Nehmen Sie die Abendmahlzeit möglichst nicht nach 18.00 Uhr ein bzw. spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser zur Ausscheidung der "aufgewühlten" Stoffwechselschlacken über Darm, Haut, Niere und Lunge. Man braucht am Tag bis zu drei Liter Flüssigkeit, am besten sind reines Wasser, Mineralwasser oder Kräutertee zwischen den Mahlzeiten.

5. Leiden an Verdauungsorganen: Funktionelle Erkrankungen von Magen, Darm, Gallenwegen und der Bauchspeicheldrüse, chronische Obstipation, Fettleber, Zustand nach Leberentzündung (nicht akute aktive Leberentzündung!), Verdauungsschwäche.

6. Allergische Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute.

7. Erkrankungen der Atemwege.

8. Hormonelle Störungen bei Mann und Frau, klimakterische Beschwerden.

9. Kinderkrankheiten bei Infektneigung, Untergewicht, Übergewicht, allgemeine Abwehrschwäche.

 Leitgedanken für die Kur
  • Untätigkeit schwächt, mittlere Reize stärken, Überanstrengung schadet.
  • Das Beste gegen Krankheit ist, etwas für die Gesundheit zu tun!
  • Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.
  • Planmäßig zurück zur Gesundheit (Kneippkur).
  • Mit dem Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, zwischen Bewegung und Ruhen erreichen Sie am schnellsten körperliches und seelisches Wohlbefinden.
  • Nach jedem Bad, nach jeder Sauna, Mahlzeit oder Massage oder sonstiger Anstrengung ruhen (nicht lesen, Augen schließen, ruhig atmen). Wichtig ist, daß Sie liegen, ruhen, entspannen und warm sind!
  • Haben Sie keine Angst vor "seelischem Müll" (Kurkrisen): Bedrückende Träume, schwermütige Stimmungen. Schreiben Sie es auf, wenn Sie keinen Gesprächspartner haben und setzen Sie sich "bei Licht" damit auseinander.

Kuren sind immer dann die richtige Wahl, wenn in der ambulanten Praxis allein die Funktionsstörungen oder Leiden nicht entscheidend gebessert oder beendet werden können, der um das Vielfache teurere Krankenhausaufenthalt aber noch nicht notwendig ist. Dabei erfüllen Kuren drei wesentliche Aufgaben:
  1. Als Anschlußheilverfahren nach Unfällen, Operationen oder schweren Krankheiten (z. B. Herzinfarkt) die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw. die Wiedergenesung (Rehabilitationskuren und Genesungskuren).
  2. Die Therapie chronischer Erkrankungen (z. B. Arthrose) mit dem Ziel, einen möglichst beschwerdefreien und lebenswerten Zustand zu stabilisieren oder gar das Leiden zu lindern, eventuell zu heilen (Heilverfahren und Sanatoriumskuren).
  3. Die Vorbeugung einer Verschlimmerung von sich bereits abzeichnenden Funktionsstörungen und Krankheiten bzw. zur Verhinderung eines erneuten Rückfalls in vorangegangene Krankheiten (Präventiv- oder Vorsorgekuren Zweitprävention z. B. zur Verhütung eines Re-Infarktes, freie (offene) Badekuren zur Stabilisierung der relativen Gesundheit).

Wann ist eine Kneippkur sinnvoll?

Die KNEIPP-Kur ist ein gezieltes Aufbautraining für möglichst viele Funktionen des Körpers.
Kuren sind immer dann die richtige Wahl, wenn in der ambulanten Praxis allein die Funktionsstörungen oder Leiden nicht entscheidend gebessert werden können, ein um das Vielfache teurerer Krankenhausaufenthalt aber noch nicht notwendig ist. 

 


Sonach muss man beim Heilen immer auf den ganzen Körper einwirken, damit er stark werde, und damit die gesunden Teile des Körpers die kranken und geschwächten unterstützen, gleichsam hegen und pflegen; die Organe stehen ja untereinander in innigstem Zusammenhange. Sie sind die nächsten Glieder einer Familie, die sich nur wohl befinden in einträchtigem, friedlichem Zusammenwirken.“(S. Kneipp)







________________________________________________________________________________


Seite weiter empfehlen>>
Top
© Dr. Bachmann, Postfach 1143, D-86814 Bad Wörishofen  | kontakt@drbachmann.de