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Naturheilkunde – Medizinisches Konzept

 

Der Begriff
Naturheilkunde wird oft unklar und missverständlich verwendet. Behandlungskonzepte der Alternativen Medizin wie auch der Esoterik und der Homöopathie werden fälschlicherweise als Naturheilverfahren bezeichnet.

Unter Naturheilkunde ist die Lehre von den Naturheilmitteln (z. B. Pflanzen) und Naturheilverfahren (entweder vom Arzt, Therapeuten oder vom Patienten selbst angewendet) zu verstehen.

Sie haben eine lange Tradition und sind Bestandteil der gesamten Medizin (Gesamtmedizin = Schulmedizin plus Naturheilkunde). Sie sind in der universitären Ausbildung im Medizinstudium verankert und in der Weiterbildungsordnung für Ärzte für die Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren konkretisiert.

 

Ziele
Interdisziplinärer patientenzentrierter Behandlungsansatz zur Stärkung der Eigenverantwortung, im Rahmen der Rehabilitation, Prävention und Kuration; Conditionierung, im Volksmund auch zum Ausdruck gebracht durch „Anregung der Selbstheilungskräfte“

 

Methoden

  • Abrenzung obsoleter Methoden - deren Unwirksamkeit / Gefährdungspotential belegt bzw. deren Nutzen nicht belegt ist, bis geeignete Belege zu einer positiven Neubewertung im Sinne der Richtlinien über neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) vorliegen. 
  • Die Naturheilverfahren bedienen sich in ihrer klassischen Form natürlicher Reize (Temperatur, Licht, Luft, Bewegung, Atmung, Massagen, Wasser, Ernährung, Fasten, Vegetative Stimuli, pflanzliche Produkte) und werden vorzugsweise über folgende Verfahren unter den Aspekten u. a. der Reiz-Reaktion (Stimulation / zeitordnenden Therapie bzw. Psychohygiene) eingesetzt:  
  1. Hydro-/Thermotherapie z. B. nach Kneipp u. a.
  2. Balneotherapie (Bäder, Trinkkuren, Inhalationen etc.)
  3. Diätetik, Ernährungstherapie (indikationsorientiert), Heilfasten  
  4. Heilpflanzenkunde (Tees, Badezusätze, Tabletten, Inhalationen etc.)
  5. Physiotherapie, Krankengymnastik / Massagen
  6. Ordnungstherapie, Entspannungstherapie, Gesundheitsbildung, Psychohygiene, Chronohygiene
  7. Bewegungstherapie (aktiv, passiv)
  8. Atemtherapie
  9. Neuraltherapie und verwandte Verfahren z. B.
  10. Akupunktur


Es sollen neben unmittelbaren körperlichen und seelischen Wirkungen bei konkreten Beschwerden Prozesse ausgelöst werden, die Körper, Geist und Seele zu positiven, lenkenden und ordnenden Reaktionen veranlassen (Langzeiteffekte), u. a. durch
Info rmation und Motivation zur Weiterführung geeigneter Methoden unter Alltagsbedingungen. 

So sollen Grundstörungen positiv beeinflusst ggf. beseitigt werden, körpereigene Regulationsmechanismen stabilisiert werden, Immun- und vegetatives System gekräftigt, Risikofaktoren aufgezeigt und positive Alternativen entwickelt werden - die Selbstbefähigung gestärkt und eine Verschlimmerung / Rückfall möglichst vermieden werden.

Indikationsfelder
Vorzugsweise im Rahmen der Rehabilitation / Drittprävention (Sekundär-) Prävention supportiv in der Kuration.
Nach adäquater Diagnostik und ggf. spezifischer Therapie sind Behandlungsbereiche, u. a. chronische und chronisch rezidividierende Erkrankungen, für die häufig keine (mono-) kausale kurative Therapie verfügbar ist. Funktionelle Störungen, Befindlichkeitsstörungen, Vielfacherkrankungen auch nach oder anlässlich eines dominierenden Akutereignisses (z. B. Operation), z. B.:        

  • Schmerzen in Zusammenhang mit chronischen degenerativen und entzündlichen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • "Weichteilrheumatismus"  /  Fibromyalgie
  • Rückenschmerzen, Nackenschmerzen
  • chronische Kopfschmerzen, Migräne
  • Vorliegen von Medikamentenunverträglichkeiten -/nebenwirkungen und Interaktionen u. a. wenn Begleitkrankheiten vorliegen
  • Zunehmende Multimorbidität (Polymorbidität) bei der demographischen Entwicklung
  • auch begleitende Stoffwechsel (z. B. Harnsäure), Adipositas, ernährungsbedingte Krankheiten sowie Darmkrankheiten (z. B. Reizmagen, Reizdarm)
  • Willigkeit und Fähigkeit von Seiten des Patienten sind neben angemessener Strukturqualität Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung

Qualitätssicherung / Qualitätsmanagement
Schaffung von Transparenz hinsichtlich Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit durch adäquate, vergleichende ökonomische Begleitung - Ergebnisqualität möglichst auch unter Alltagsbedingungen, gemäß § 135 - 137, SGB V

 

Literatur

  • Naturheilkundliche Grundlagen, Anwendungen, Ziele (M. Bühring, C.H. Beck, 1997)
  • Praxisservice Naturheilverfahren (R.M. Bachmann, Hippokrates, 2003)
  • Naturheilkunde - Medizin mit Zukunft (K.-L. Resch, R.M. Bachmann, Perfusion Verlag, 2003)
  • www.kneipp-literatur.de

 

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